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Welpenaufzucht

Die Welpen werden bei uns im Haus in unserem Beisein geboren. Wir stellen die Wurfkiste bereits zwei Wochen vor dem voraussichtlichen Wurftermin im Wohnzimmer auf, damit genügend Zeit bleibt, unsere Hündin damit vertraut zu machen und sie diese als eine angenehme "Ruheinsel" für sich entdeckt. Die Hündin hat so die Möglichkeit sich in ihrer gewohnten sicheren und geborgenen Umgebung um ihre Welpen zu kümmern. Natürlich stellt eine entspannte und ruhige Hündin eine gute Basis für eine positive Welpenentwicklung dar.

In den ersten zwei Wochen (neonatale Phase) sind die Augen und Ohren der Welpen noch geschlossen. Sie sind jedoch in der Lage Wärme wahrzunehmen und mit Hilfe von Pendelbewegungen die Milchquelle zu finden. Sie bewegen sich langsam robbend fort.

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Da die Welpen ihre Körperwärme noch nicht selbst regulieren können, verwenden wir an dieser Stelle diverse Wärmekissen und Decken. Wir arbeiten bewusst mit Wärmekissen, damit die Welpen in der Wurfkiste schwankende Umgebungstemperaturen wahrnehmen. Dies trägt dazu bei, dass sie später in der Lage sind, selbständig ihre Körperwärme zu regulieren. Gleichzeitig ist es wichtig, dass die Welpen schon jetzt lernen kleine "Problemsituationen" durch das Erproben verschiedener Möglichkeiten zu bewältigen oder auch mal die ein oder andere "Niederlage" erfahren.

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Auch das selbständige Finden der Zitzen lehrt sie aktiv werden zu müssen, um die eigenen Bedürfnisse zu stillen. Ein gewisses Maß an "milden Stress" ist von größter Wichtigkeit für eine positive Welpenentwicklung.

Die Welpen verbringen ihren Tag damit zu trinken und zu schlafen und sind noch nicht in der Lage selbständig Kot und Urin abzusetzen. Dies wird durch die Hündin stimuliert und das Wurflager sauber gehalten.

Natürlich wird die Wurfkiste regelmäßig gereinigt und die Tücher ausgetauscht.

Auch die Gewichtszunahme der Welpen wird engmaschig kontrolliert und unser Blick ist auf den Allgemeinzustand und das Wohlergehen der Hündin und der Welpen gerichtet.

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Am Ende der dritten Woche, der sogenannten Übergangsphase, ist der Welpe in der Lage Kot und Urin selbständig abzusetzen, seine Wärme zu regulieren und zeigt große Fortschritte in der Koordination seiner Bewegungen. Er ist erst jetzt in der Lage Gehörtes und Gesehenes zu verarbeiten, obwohl sich Augen und Ohren bereits zwischen dem 10.-13. Tag öffnen.

 

Ab diesem Zeitpunkt (sensible Phase/Prägephase 4.-16. Woche) beginnt für die Welpen die aktive Auseinandersetzung mit der Umwelt. In dieser Phase wird die Basis für das spätere Verhalten des Hundes geschaffen.

Die Welpen sollten Umwelterfahrungen von sinnvoller und angemessener Qualität und Quantität sammeln, um so den Grundstein für einen verhaltenssicheren Hund zu legen.

Von ebenso großer Bedeutung ist die Prägung auf den Menschen und Artgenossen. Nur so kann der Welpe später in der Lage sein angstfrei mit seiner Umwelt in Kontakt zu treten und neuen Situationen gefestigt, sicher und neugierig begegnen. Jetzt nimmt die soziale Interaktion zwischen den Welpen und ihrer Mutter und auch unter den Wurfgeschwistern deutlich zu.

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Sie geht über das "Kontaktliegen" und die "Knäuelbildung" hinaus und ist für die Entwicklung der Sozialkompetenzen von größter Bedeutung.

In der sensiblen Phase ziehen die Welpen in einen geräumigen Auslauf in den Giebelbereich unseres offenen Wohn- Essbereiches. Sie nehmen somit am Familien- leben teil und werden mit vielen Alltagsgeräuschen vertraut gemacht. Sie hören diverse Küchengeräte, die Türklingel, das klappernde Geschirr, das Telefon, das Radio, den Fernseher, vielleicht auch mal eine Gabel die vom Tisch fällt, ebenso wie die verschiedenen Stimmen, mal ein  lachendes und mal ein weinendes Kind. Auch der Staubsauger und der Rasenmäher werden ihnen bereits vorgestellt.

Sie erleben unseren kompletten Alltag, vom Weckerklingeln morgens bis hin zum Schlafengehen abends.

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Außerdem steht draußen ein Auslauf mit verschiedenen kleinen Herausforderungen zur Förderung der Motorik und des Gleichgewichts zur Verfügung.

Dies sind z.B. Wackel- brett, Tunnel, Bällebad, Balanceleiter, Wippe und vieles mehr. Verschieden Höhen fördern gleichzeitig das dreidimensionale Sehen. Natürlich gibt es auch diverses Spielzeug und sie lernen unterschiedliche Untergründe, wie z.B. Sand, Rasen, Teppich, Holz, Laminat, Steine,..... kennen.

Je nach Wetterlage dürfen sie auch ihre ersten Erfahrungen mit Wasser sammeln. Zusätzlich werden die Welpen mit Materialien wie z.B. Planen, klappernden Dosen und Flatterbändern vertraut gemacht. Diese liefern sowohl einen optischen, als auch einen akustischen Reiz.

Natürlich lernen die Welpen in unserem Haus, im Garten, bei kleinen Ausflügen und nicht zuletzt durch unsere Besucher unterschiedliche Gerüche kennen.

 

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Aus Rücksicht auf die Hündin und ihre Welpen empfangen wir Besucher erst nach der 4. Woche.

Jetzt lernen die Welpen viele verschiedene Menschen kennen. Unterschiedlich in ihrem Aussehen, Geruch, Stimme und natürlich auch Verhalten.

Vielleicht trägt der eine eine Brille, während der andere einen Hut auf hat. Durch kleine Ausflüge in einem Bollerwagen haben sie die Möglichkeit Autos, Fahrräder und andere Dinge aus der Umwelt in einem geschützten Rahmen wahrzunehmen.

Nicht zu vergessen ist das Autofahren. Auch dies will geübt sein. Ausflüge in den naheliegenden Wald bieten sich an.

 

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Alles natürlich zum richtigen Zeitpunkt und in der richtigen Dosierung, um die Welpen nicht zu über- fordern. Wir machen es uns zu nutzen, dass die Entwicklung von Angstverhalten erst um die 6. Woche beginnt.

Vorher überwiegt die Neugier und der Welpe ist in der Lage angstfrei zu lernen. Jedoch sollte jeder Hund lernen mit Angst umzugehen und in diesem Moment angebrachte Verhaltensweisen zu zeigen. Denn Angst ist nicht selten die Ursache für aggressives Verhalten. Aber auch an dieser Stelle ist wieder "milder Stress" wichtig für die Entwicklung.

 

Je nach Säugeverhalten der Hündin und Interesse der Welpen an dem Futter der Hündin beginnen wir ab der vierten Woche mit der Zufütterung. Die Welpen erhalten zu Beginn kleine Mengen feinsten Tartar aus der Hand. Sie bekommen dann anfangs einmal täglich einen Welpenbrei. Sie lernen langsam immer mehr leichtverdauliche Komponenten kennen und es wird eine Mahlzeit nach der anderen umgestellt. Sie werden, wie auch unsere Hündin, gebarft (biologisch artgerechte Rohfütterung) in Anlehnung an Swanie Simon. Mehr dazu auf der Seite: www.barfers.de.

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Unsere Welpen ziehen nach der 8. Woche in ihre neuen Familien. Sie sind dann mehrfach entwurmt, geimpft, gechipt und augenuntersucht.

In ihrem Gepäck haben die kleinen Himmelsstürmer eine Welpenmappe mit einer Kopie der Gesundheitsuntersuchungen der Eltern, eine Kopie der Welpenaugenuntersuchung, eine Kopie des Wurfabnahmescheins/Einzelprotokolle, einen Heimtierausweis, ihre Ahnentafel, den Kaufvertrag, eine Foto-CD und ein/eine Kuscheltier/Kuscheldecke mit dem Geruch von "Mama".

 

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Wir schenken unseren Hunden ein klein wenig Liebe und Zeit.

Dafür schenken Sie uns restlos alles,

was Sie zu bieten haben.

Es ist zweifellos das beste Gechäft,

das der Mensch je gemacht hat.

(Roger Caras)